Schrebergarten Make Over – Teil 2

Vom Blick auf die Hütte werfen wir jetzt mal einen Blick in die Hütte. Ich hab bei der Übernahme überhaupt nicht drauf geachtet was in der Hütte alles so drin steht. War mir auch recht lang tatsächlich egal, denn wir hatten ja draußen mit der Tanne zu tun. Wir haben nur die Möbel weggeworfen, die wir wirklich nicht mehr haben wollten. Eine blaue Recamiere stand drin, die zwar echt schön und bequem war, aber so richtig sinnvoll für unsere Zwecke war sie nicht.

Hätte ich gewusst, dass ich das mal in nem Blog zeige, hätte ich bessere Vorher-Bilder gemacht 😀

Aber wie sollte man eine Laube eigentlich einrichten? Zur Zeit sieht man ja die vielen schicken Lauben im Skandi Style. Tisch und Stuhl vor dem Fenster, ein schickes Sofa und das war es meistens. Find ich auch total schick, aber vor allem sollte man sich selbst fragen was man mit der Laube so machen möchte.

  • Sitzplätze & Übernachtungsmöglichkeiten: Ist die Laube nur Zufluchtsort bei Regen oder wollt ihr dort auch übernachten?
  • Stauraum: Welche Dinge sollen in der Laube verstaut werden? Geschirr, Gläser, Stühle, Wechselklamotten, Getränke, Vogelfutter, Werkzeug, Saatgut, Zementsäcke (Ja, hab ich tatsächlich im schicken neu gestrichenenen weißen Schrank. Quasi unter den Gläsern 😀 )
  • Küche: Wieviel Küche brauchst du? Reichen dir ein oder zwei Kochplatten oder soll es doch die komplette Küchenzeile mit Gasherd & Backofen sein?
  • Fußboden: Wie praktisch ist der tolle flausche Teppich wirklich? Rennen die Kinder rein und raus mit dreckigen Stiefeln? Und willst du jedes Mal deine Stiefel ausziehen wenn du von drinnen schnell was holen willst?

Diese Gedanken hab ich mir im ersten Jahr nämlich nicht unbedingt gemacht. Nachdem wir sämtliche Sitzmöbel rausgeworfen haben, brauchten wir relativ fix ne Alternative. Wir haben also munter drauf los gezimmert. 3 Bänke, alle gleich groß. Im Nachhinein nicht so clever. Warum? lest ihr hier. Hat also ein Stück gedauert, bis ich wirklich zufrieden war. Aber gut Ding will Weile haben und vielleicht helfen euch ja meine Überlegungen bei eurer Laube.

Sitzplätze & Übernachtungsmöglichkeit

Was braucht ihr wirklich? Wollt ihr auch mal in der Laube übernachten oder habt ihr darauf keinen Bock? Habt ihr einen separaten Schlafboden oder müsst ihr das im Hauptraum integrieren? Wer und wieviele werden in der Laube übernachten? Ich hab mich nun für eine selbstgebaute Variante entschieden. Was ich auch sehr hübsch finde ist das Ausziehbett von Ikea, aber ich wollte halt gerne möglichst viel Platz für viele Freunde. Im Sommer sitzen wir natürlich immer draußen, aber im Winter, wenn wir zu Grünkohl überm Lagerfeuer einladen, sitzen wir auch gern mal drinnen. Wir haben auch noch einen richtigen Esstisch drinnen stehen, denn die Kinder malen gerne mal am Tisch oder spielen dort Spiele. Und bei einem plötzlichen Regenschauer im Sommer verlagern wir auch unser Essen gerne mal rein. Einige Nachbarn haben zum Beispiel nur Sofa und Couchtisch drin, was ich sehr mag, aber für uns noch nicht optimal ist. Leider. Aber irgendwann, wenn die Kinder größer sind, wird die Einrichtung dementsprechend angepasst 😀 Wir schlafen übrigens im Hauptraum. Wir haben zwar einen Dachboden, der aber (noch) nicht ausgebaut ist. Eventuell werd ich das aber noch irgendwann mal machen. Entweder als Schlafboden, oder aber einfach nur, um die Decke nicht so flach zu haben… mal schauen. Das eilt nicht. Ich hab die Decke voriges Jahr weiß gestrichen, was den Raum auch so bereits heller und größer wirken lässt. Ohne vorschleifen, mit weißer Wandfarbe und bei Minusgraden 😀 Aber es hält und sieht toll aus 🙂 Wie ich unser Bett gebaut hab könnt ihr hier nochmal nachlesen.

Stauraum

Tjoa, was wollt ihr eigentlich alles so verstauen? Sollen die Gartenstühle jedes Mal wieder rein? Welches Werkzeug habt ihr im Garten, was auch da bleiben soll, aber vielleicht nicht so, dass es geklaut wird oder aber deswegen eingebrochen wird? Habt ihr Sitzkissen für eure Gartenstühle und wo verstaut ihr die?

Die Sitzkissen haben mich ja tatsächlich am Meisten genervt. Kurz vorm nach Hause gehen, wurden die Kissen einfach auf eine Bank gelegt/gestapelt/geworfen… Irgendwie sah das immer so unordentlich aus. Also hab ich mir eine längliche Box direkt unters Fenster gebaut. Es gibt zwar so Kissenboxen für draußen, aber da hatte ich die Befürchtung, dass die Kissen doch nass oder zumindest feucht werden würden.

Aber was wollt ihr denn jetzt eigentlich alles so in der Laube drin stehen haben? Bei uns stand am Anfang sogar der Schredder in der Hütte. Der durfte in den Schuppen ziehen. Überhaupt durfte so einiges aus der Laube ausziehen. Klar, natürlich könnte man jetzt bei uns die Fenster mit den Plastikstühlen einwerfen. Man kann aber auch einfach irgendeinen Stein aus dem Garten dafür nehmen. Und ja, klar könnte man auch den Rasenmäher klauen, aber nennt mich naiv, aber ich glaub doch noch an das Gute im Menschen. Und ein Vorhängeschloss kann man auch am Schuppen aufbrechen wenn man das unbedingt will.

Ich wollte unsere Laube gerne ein bisschen gemütlich haben. Muss jetzt nicht durchgestylt sein, aber ein kleines bisschen Gemütlichkeit darf sein. Dafür mussten die Dinge, die ich nicht auslagern kann, irgendwie unsichtbar werden. Dafür hab ich inzwischen die Laube komplett umstrukturiert. Meine Getränkekisten werden nicht mehr gestapelt, sondern sind in einem Kistenregal. Das große wuchtige Sideboard musste weiche, stattdessen habe ich nun Tischplatten an die Wand geschraubt, sodass ich darunter Klappstühle und weitere Dinge verstauen kann.

Teile von meinem Werkzeug befinden sich unter den Sitzbänken, genauso wie die Säcke mit Grillkohle. Das Ganze möchte ich jetzt in den Wintermonaten noch mit Vorhängen verstecken. Wahrscheinlich werde ich im Frühjahr dann nochmal eine weitere Runde ausmisten 🙂 Gibt doch noch einiges, was ich jetzt in den vergangenen Jahren nicht gebraucht hab und somit weg kann 😉

Küche

Unsere „Küche“ besteht aus 2 Kochplatten. Reicht uns zu dritt. Meist grillen wir im Sommer eh draußen. Ansonsten? Viel Geschirr, viel Besteck, viele Gläser und ein paar Töpfe. Mehr braucht man eigentlich nicht. Mehr geht natürlich immer. Aber das gilt wohl für alle Kategorien. Letztlich ist es halt auch einfach eine Platz-Frage. Ich hab auch schon Lauben gesehen, die richtig Platz für eine Küchenzeile haben, oder eine Spüle mit Wasserpumpe integriert haben. Wir haben ja keinen Wasseranschluss, deswegen hab ich drinnen auch keine Spüle. Ich wasch unser Geschirr meist draußen in einer Plastikschüssel ab.

Der Fußboden

Puhhh, was hab ich mir diese Entscheidung schwer gemacht… Ich wollte von Anfang an einen anderen Fußboden drin haben. Aber was? Dadurch, dass die Hütte nicht regelmäßig geheizt wurde, war es drinnen ja auch gerne mal ein bisschen feucht. Also so normal Winter kalt-feucht. Somit fiel Laminat raus. Außerdem sollte es ja jetzt auch immer noch ne Laube bleiben und ich konnte ja auch kein Vermögen ausgeben. Fliesen wollte ich nicht. Find ich kalt und ungemütlich. Eine Variante fand ich ganz nett mit OSB Platten. Die hätte man dann aber noch versiegeln müssen. Das wäre wahrscheinlich wieder zu viel Arbeit gewesen. Eine andere Variante war den Beton (?)/ Estrich (?) Fußboden zu versiegeln. Aber so richtig schlau lesen konnte ich mich da jetzt auch nicht welches Material man dafür nimmt. Letztendlich ist es wieder ein PVC-Boden geworden, allerdings in Holzoptik, den ich einfach auf den alten PVC-Boden gelegt habe. Zum einen als Mini-Dämmung. Zum anderen musste ich so den alten PVC-Boden (erstmal) nicht entsorgen. Und es sieht so toll aus.

Jetzt, knapp 3 Monate später, freu ich mich immer noch über den Fußboden wenn ich die Laube betrete 🙂 Warum dann doch PVC? Es ist einfach pflegeleicht. Fällt ein Glas um, kann man das leicht aufwischen und auch durchwischen. Staub saugen gehört halt auch nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen… Aber mal eben durchfegen und wischen ist ok für mich 🙂 so muss jeder für sich heraus finden, was er wirklich möchte.

Less is more

Ich liebe Tiny Houses. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, möchte ich zu gern in so einem Haus leben. Vielleicht mag ich deswegen meine kleine Laube auch so sehr. Dieses drüber nachdenken, was man eigentlich wirklich braucht und wie man am Besten mit dem wenigen Platz zurecht kommt, bzw. wie man die Laube am Besten einrichtet, macht mir so viel Spaß 🙂 Aber genauso wahnsinnig macht es mich auch, wenn die Kinder ihre Spielsachen überall verteilen 😀 Denn da merkt man dann doch, wie wichtig es bei so wenig Platz ist, dass die Dinge ihren Platz haben. Aber dieses „einfache“ & reduzierte Leben mag sehr. Hier seht ihr nochmal die Laube im Schnelldurchlauf 🙂

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